2025 war mein erstes volles Jahr als selbstständiger Unternehmer – ein Jahr, das mich gefordert, überrascht und verändert hat. Ich habe mehr gearbeitet als je zuvor, aber auch mehr gelacht, gelernt und erlebt. Ich nehme euch mit in die wichtigsten Fragen dieses Jahres und möchte ich euch zeigen, was hinter den Kulissen wirklich passiert ist – auf den Strassen Europas und in meinem eigenen Kopf.
Was waren meine wichtigsten Themen und Momente des Jahres 2025?
Als ich mich vor gut einem Jahr dazu entschied, meinen sicheren Job beim Kanton zu verlassen, wusste ich theoretisch, was auf mich zukommt: weniger Einkommen, mehr Verantwortung, mehr Unsicherheit. Was ich nicht wusste, war, wie es sich anfühlen würde, jeden einzelnen Morgen aufzuwachen und zu spüren: „Das hier ist genau mein Ding!“
Es war ein Jahr voller Kilometer, voller Entscheidungen, voller Begegnungen. Über 35.000 km auf dem Motorrad – nicht als Flucht, sondern als Weg. Der Weg zu Menschen, Orten und Momenten, die ich ohne diesen Schritt nie erlebt hätte. Ich habe nicht nur ein Unternehmen aufgebaut, alles auf eine Karte gesetzt – mein Herz, meine Leidenschaft und mein berufliches Glück sondern auch ein neues Kapitel in meinem Lebensbuch aufgeschlagen. In keinem Jahr zuvor habe ich so viel gearbeitet – und gleichzeitig so viel Zufriedenheit empfunden. Warum? Weil ich zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder das Gefühl hatte, wirklich das Richtige zu tun.
Worauf bin ich 2025 stolz?
Ich bin stolz darauf, dass wir nicht nur gestartet, sondern in diesem Business angekommen sind. Dass aus einer Idee ein Name wurde, aus einem Namen ein Unternehmen und aus einem Unternehmen eine Gemeinschaft. Dass Menschen, die uns dieses Jahr vertraut haben, wiederkommen wollen. Vor einem Jahr erst einige Wochen existiert, viel Geld in die Firma gesteckt und noch überhaupt keine Buchungen, und heute schon erste ausgebuchte Reisen und viele Reisen, bei denen die Durchführung garantiert ist.
Ich bin stolz auf ein Team, das mitgewachsen ist, im Guten wie im Schwierigen. Manche Wege trennten sich, andere kamen neu dazu. Und heute umgeben mich Menschen, die nicht nur verstehen, was wir tun, sondern warum wir es tun.
Und ja – auch wenn es mich im ersten Moment irritiert hat, bin ich stolz darauf, dass unsere Reisen kopiert werden. Termine, Routen, Ideen – alles schon gesehen. Aber die Leistung lässt sich nicht so einfach kopieren. „Abseits. Mit Absicht.“ ist nicht nur ein Titel. Es ist eine Haltung.
Die besten Entscheidungen, die ich 2025 getroffen habe?
Eine der schwierigsten Entscheidung war, die Zusammenarbeit mit Marketingagenturen zu beenden. Trotz verschiedener Ansätze und hoher Investitionen haben die Massnahmen nicht zu tatsächlichen Kundenbuchungen geführt. Wir haben danach eigene Wege entwickelt, um ohne externe Agenturen sichtbar zu werden – mit Fokus auf persönliche Kontakte, authentische Kommunikation, Empfehlungsmarketing. Einen Chatbot gibt es bei uns nicht und wird es auch nicht geben! Diese Strategie hat 2025 die Grundlage geschaffen, um mit einem sehr guten Anmeldestand und hoher Planungssicherheit ins Jahr 2026 zu gehen
Was habe ich 2025 über mich selbst gelernt?
Ich habe gelernt, dass Gelassenheit kein Zustand ist, sondern eine Entscheidung. Dass ich nicht mehr jedem gefallen muss, nicht alles rechtfertigen muss, nicht jeden Zweifel tragen muss. Früher, als Angestellter, hatte ich oft das Gefühl, mich beweisen zu müssen. Heute treffe ich Entscheidungen – und ich stehe zu ihnen. Ich habe gelernt, Verantwortung zu tragen, ohne davor Angst zu haben. Und ich habe gelernt, dass Selbstständigkeit nicht bedeutet, alleine zu sein – sondern selbst zu stehen.
Was habe ich 2025 zum ersten Mal gemacht?
Es gibt Momente, die brennen sich ein – nicht, weil sie schön sind, sondern weil sie echt sind. Unser erstes Saisonwochenende in den Vogesen war so ein Moment. Ende März, viel zu früh für Motorradromantik: Regen, Schnee, Kälte, null Grad, verschneite Strassen. Ich erinnere mich an die Ausfahrt aus der Tiefgarage, strömender Regen – dieser kurze Gedanke: „Warum tue ich mir das an?“ Doch dann standen wir in Pratteln zusammen, im Regenschutz eingepackt, etwas nervös, aber entschlossen. Und als wir den Grand Ballon erreichten, Temperaturen um den Gefrierpunkt, Schneefall, Nebel und kaum Sicht – und in den Augen der Gruppe diesen Mix aus Anspannung und Abenteuerlust. Dieser Tag hat mich gefordert. Aber er hat mir auch gezeigt: Wenn man den härtesten Start übersteht, kann der Rest nur gut werden. Und so war es: kein einzig nennenswerter Regentag mehr die ganze Saison. Als hätte das Jahr uns geprüft – und dann maximal belohnt.
Welche wichtigen Lektionen hat mir 2025 mitgegeben?
Ich habe gelernt, dass Engagement, Sichtbarkeit und Zuverlässigkeit als Selbstständiger Ergebnisse bringen. Ich empfinde heute keinen Druck mehr, jemandem etwas beweisen zu müssen. Heute sehe ich meinen persönlichen Hintergrund als Vorteil:
Mein Wissen über den Balkan ist heute ein zentraler Bestandteil unserer Reisekompetenz – und jede dieser Reisen trägt einen Teil meiner Geschichte in sich.
Wofür bin ich 2025 besonders dankbar?
Ich bin dankbar für jeden einzelnen Kilometer, den wir gemeinsam zurückgelegt haben – und vor allem dafür, dass alle gesund nach Hause gekommen sind. Zwei kleinere Stürze gab es – beide ohne Verletzungen. Wer Motorrad fährt, weiss: das gehört dazu. Und in beiden Fällen konnte die Reise fortgeführt werden. Jedes Mal, wenn wir uns nach einer Reise umarmen und verabschieden, spüre ich:
Das Wichtigste ist nicht, dass alles perfekt war – sondern dass wir alle zusammen gesund nach Hause kommen.
Was waren meine grössten Herausforderungen in 2025?
Die grösste Herausforderung war, gesehen zu werden, ohne nur laut zu sein.
Wir mussten herausfinden: Wie gewinnt man Vertrauen, bevor man sich kennt?
Es hat Zeit gebraucht, ordentlich Geld gekostet und viel Geduld abverlangt.
Aber heute weiss ich: Wir haben zum Beispiel mit unseren Friendstouren Wege gefunden, die funktionieren – nicht nur für uns, sondern auch für die Menschen, die mit uns fahren.
Eine geführte Motorradreise ist kein Produkt, dass man wie ein Smartphone einfach mal so kauft. Unsere Kunden gehen mit uns auf Reisen, wir leben eine bestimmte Zeit miteinander, erleben schöne wie auch herausfordernde Momente. Da muss jemand sein, der das Ganze gestalten kann, die Gruppe wahrnimmt, aufmerksam ist und auf die Gegenbenheiten vor Ort reagieren kann.
Was ist 2025 richtig gut gelaufen?
Unsere zwei praktisch ausgebuchten Sardinienreisen waren die besten Beispiele dafür, wie sich Engagement, sorgfältige Planung und Leadership auszahlt. Lange Autobahnetappen, Turmbesichtigung und Abendessen in Pisa, Fährüberfahrt ab Livorno, grosse Gruppe, enge Zeitfenster – viele Dinge, die schiefgehen könnten. Doch es lief. Mehr als das: Es lief genau nach Plan. Und am Ende standen nicht nur schöne Erinnerungen – sondern Treue. Viele Teilnehmende haben inzwischen wieder Reisen gebucht. Dafür arbeite ich teils bis spät in die Nacht. Dafür lohnt sich jede Stunde.
Was lasse ich im Jahr 2025 zurück und nehme ich mit in 2026?
2025 war ein wichtiges Lernjahr – und zu jedem Lernprozess gehört auch das Loslassen. Ich lasse vor allem die Vorstellung zurück, dass ich alles selbst herausfinden muss oder jede Entscheidung perfekt sein muss, bevor ich sie treffe. Dieses ständige Abwägen, Zögern und Infragestellen hat mich Zeit und Energie gekostet, die ich künftig bewusster einsetzen möchte.
Ich lasse ausserdem den Glauben zurück, dass laut sein automatisch sichtbar macht. Marketing, das mehr verspricht als es hält, und Strategien, die sich nicht nach mir und meinem Unternehmen angefühlt haben, haben 2026 keinen Platz mehr. Ich habe gelernt, dass Vertrauen nicht durch Werbedruck entsteht, sondern durch Präsenz, Ehrlichkeit und Verlässlichkeit – und genau darauf will ich mich konzentrieren.
Zurück bleibt auch der Anspruch, möglichst viel gleichzeitig machen zu müssen. Mehr Reisen, mehr Projekte, mehr Ideen – das hat zwar Bewegung gebracht, aber nicht immer die Qualität, die ich mir wünsche. 2025 hat mir klar gezeigt: Nicht alles, was möglich ist, ist auch sinnvoll.
Mit diesem Bewusstsein lasse ich vieles bewusst hinter mir – um mit mehr Fokus, Klarheit und Ruhe ins Jahr 2026 zu starten. Und ich nehme mit: unser eigenes Konzept, unsere Stärke, unseren Weg.
Was ich 2026 anders und besser mache?
2026 möchte ich bewusster arbeiten – nicht weniger engagiert, sondern strukturierter, vorausschauender und mit klarerem Fokus. Das erste Jahr hat mir gezeigt, dass viele Dinge gleichzeitig möglich sind, aber nicht alles gleichzeitig sinnvoll ist. Genau hier setze ich an.
Ein zentrales Thema wird sein, die gesamte Customer Journey stärker im Blick zu behalten. Von der ersten Kontaktaufnahme über die Buchung bis hin zur Zeit nach der Reise gibt es viele kleine Berührungspunkte, die über ein gutes oder sehr gutes Erlebnis entscheiden. Hier möchte ich genauer hinschauen, Abläufe vereinfachen und die Kommunikation klarer und noch persönlicher gestalten. Denn nach der Reise ist vor der Reise – und gerade dieser Abschnitt wurde bisher oft unterschätzt.
Auch in der Planung der Reisetermine ziehe ich klare Konsequenzen aus den Erfahrungen von 2025. Statt möglichst viele Reisen anzubieten, habe ich bewusst weniger Termine gesetzt und zwischen den einzelnen Reisen mehr Zeit eingeplant. Diese Zeit ist wichtig – für Vorbereitung, Nachbereitung, Regeneration und für die Qualität der nächsten Reise. Weniger Termine bedeuten nicht weniger Anspruch, sondern im Gegenteil: mehr Raum für Sorgfalt, Präsenz und Professionalität.
Darüber hinaus möchte ich unser bestehendes Konzept konsequenter umsetzen. Vieles hat bereits gut funktioniert, manches wurde jedoch im Alltag verwässert oder zu wenig konsequent verfolgt. 2026 soll ein Jahr werden, in dem wir nicht ständig Neues erfinden, sondern Bewährtes sauber zu Ende denken und weiterentwickeln. Schritt für Schritt, ohne Hektik, aber mit klarer Richtung.
Kurz gesagt: 2026 wird kein Jahr des schnellen Wachstums um jeden Preis, sondern eines der gezielten Verbesserung – für unsere Kundinnen und Kunden, für das Unternehmen und auch für mich persönlich.
5 grosse Ziele und Projekte für 2026
2026 soll kein Jahr werden, in dem alles grösser, schneller oder lauter wird. Es soll ein Jahr werden, in dem Dinge reifer, klarer und stimmiger werden. Viele Grundlagen wurden 2025 gelegt – jetzt geht es darum, sie weiterzuentwickeln und zu vertiefen.
Ein zentrales Thema bleibt unsere Homepage. Sie ist längst mehr als eine Visitenkarte – sie ist oft der erste Kontaktpunkt, an dem Menschen entscheiden, ob sie uns vertrauen. 2026 soll sie nicht nur schöner und schneller werden, sondern vor allem verständlicher. Weniger Suchen, mehr Finden. Weniger Fragen, mehr Klarheit. Neue Funktionen sollen dabei helfen, das Erlebnis für unsere Kundinnen und Kunden weiter zu verbessern – von der ersten Information bis zur Buchung.
Ein weiteres zentrales Thema für 2026 ist der Ausbau unserer Motorradflotte um ein weiteres Mitglied. Die Idee dahinter ist einfach und praxisnah: Nicht jede Person, die Lust auf eine Abenteuerreise hat, besitzt bereits das passende Motorrad – und nicht jeder möchte sich vor einer Reise gleich ein neues Motorrad kaufen.
Genau hier setzen wir an. Mit unserer Flotte möchten wir die Möglichkeit schaffen, ein für die jeweilige Reise geeignetes Motorrad direkt bei uns zu mieten. So können Interessierte an unseren Reisen teilnehmen, ohne Kompromisse beim Material eingehen zu müssen.
Die Flotte wird dabei bewusst so aufgebaut, dass unterschiedliche Reisearten abgedeckt werden können – von Enduro über Adventure bis hin zu Sporttouring. Ziel ist es, für verschiedene Streckenprofile, Fahrstile und Reiseformate passende Motorräder anbieten zu können. Die Auswahl erfolgt nach Praxistauglichkeit und Erfahrung aus unseren bisherigen Reisen.
Inhaltlich wird 2026 ein Jahr neuer Wege. Mit den Pyrenäen entsteht eine Reise, die wir selbst entwickelt haben – aus Erfahrung, Neugier und dem Wunsch, die Region auf unsere Art erlebbar zu machen. Vietnam hingegen ist ein bewusst gewählter Schritt in die Zusammenarbeit: gemeinsam mit einem starken Partner, der unsere Werte teilt. Beide Reisen stehen für das, was uns wichtig ist – Qualität, Authentizität und echte Abenteuer.
Ein weiterer Fokus liegt auf Partnerschaften. Nicht viele, nicht beliebige – sondern solche, die Sinn ergeben. Unternehmen, die ähnliche Werte leben, ähnliche Ansprüche an Qualität haben und bereit sind, langfristig zu denken. Ziel ist es, gemeinsam stärker zu werden, ohne sich zu verbiegen.
All das steht unter einem übergeordneten Gedanken: Weniger, aber besser.
- Weniger Termine, mehr Zeit.
- Weniger Aktionismus, mehr Tiefe.
- Weniger Reaktion, mehr Gestaltung.
2026 soll ein Jahr werden, in dem Abseits. Mit Absicht. nicht einfach weiterwächst – sondern bewusster wird.
Wie kannst du 2026 mit mir Motorrad-Abenteuer erleben oder mit mir zusammenarbeiten?
2026 gibt es verschiedene Möglichkeiten, Teil von Abseits. Mit Absicht. zu werden – je nachdem, ob du mitfahren, mitarbeiten oder kooperieren möchtest.
Wenn du Interesse an einer unserer Reisen hast, erreichst du mich jederzeit persönlich. Ob per Nachricht oder telefonisch: Ein Gespräch ist mir wichtig, um gemeinsam herauszufinden, welche Reise zu dir passt. Wer uns zuerst kennenlernen möchte, hat mit unseren Friendstouren die Möglichkeit, ganz unverbindlich an einem geführten Fahrtag teilzunehmen. Diese Touren sind kostenlos und bieten einen ehrlichen Einblick in unsere Art zu reisen und zu führen.
Auch für die Mitarbeit gibt es 2026 Möglichkeiten. Gesucht sind Tourguides und erfahrene Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer, für die Leadership, Verantwortungsbewusstsein und Teamarbeit selbstverständlich sind. Besonders interessant sind Personen mit Reiseerfahrung in Regionen wie Südspanien, Nordamerika oder Südafrika. Wer als Tourbegleiter mit uns unterwegs sein möchte, kann sich mit einer kurzen persönlichen Nachricht melden und beschreiben, wie er oder sie auf Reisen einen Mehrwert für die Gruppe schaffen kann.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, unsere Reisen mit einem geländetauglichen Begleitfahrzeug zu unterstützen. Wer Offroad-Erfahrung mitbringt und ein entsprechendes Fahrzeug besitzt, neue Strecken kennenlernen möchte und gerne Teil eines Reiseteams ist, ist eingeladen, sich zu melden.
Auch Kooperationen sind 2026 ein Thema. Motorradhändler mit Werkstatt, Reiseagenturen oder Unternehmen, die ähnliche Werte und Qualitätsansprüche teilen, können sich jederzeit melden, um mögliche Partnerschaften zu prüfen. Im Vordergrund steht dabei immer eine Zusammenarbeit, die für beide Seiten sinnvoll ist und langfristig trägt.
Mein Motto für 2026?
„Weniger ist mehr.“
Ich werde weniger Termine anbieten, dafür Reisen mit noch besserer Vorbereitung, höherer Qualität und persönlicherer Begleitung. Der Fokus liegt auf effizientem Arbeiten, intensiveren Kundenerlebnissen und einer Planung, die Raum für Individualität lässt.
Abseits. Mit Absicht. GmbH – 2025 war der Anfang.
2026 wird die Fortsetzung.
Blick auf die kommende Saison
👉 Entdecke auf unserer Website spannende Motorradreisen in der Schweiz und in Europa.
👉 Erfahre mehr über unsere Philosophie unter Über uns und lass dich für dein nächstes Abenteuer inspirieren.
👉 Sichere dir jetzt schon deinen Platz für eine unserer beliebten Friendstouren und nutze die Gelegenheit, das Abseits-Team persönlich kennenzulernen.
Herzlichen Dank, dass du Teil dieser Reise bist. Ich freue mich schon jetzt auf viele weitere gemeinsame Touren mit dir.
Mujdesir von Abseits. Mit Absicht.