Reisebericht unserer Westalpen Motorradtour: Wo die Berge den Himmel berühren und der Staub Geschichten erzählt, beginnt unsere Reise
Wenn man eine Reise beginnt, weiss man selten, was sie mit einem macht. Man kann Karten studieren, Routen planen, Hotels auswählen – doch die Momente, die wirklich zählen, stehen in keinem Roadbook. Sie entstehen unterwegs. Dort, wo der Asphalt endet, der Staub aufsteigt und sich vier Menschen, die sich vorher kaum kannten, plötzlich auf einer Wellenlänge befinden.
So begann unsere Westalpen-Reise vom 12. bis 18. Juli 2025. Vier Adventure Rider. Eine Frau, drei Männer. Alle mit demselben Kribbeln im Bauch und der Vorfreude, auf das, was uns bevorsteht.
Ein Treffen in Altdorf – und der erste Hauch von Abenteuer
Um 8:30 Uhr in Altdorf stehen wir da: vier Maschinen, vollbepackt, bereit für Berge, Schotter und Geschichten. Ein kurzer Blick in die Runde – ein Lächeln hier, ein Nicken dort – und schon rollt die Kolonne los, hinauf zum Furkapass, hinein ins Wallis, weiter Richtung Simplonpass.
Aber es ist hinter dem Pass, wo das erste Feuer entfacht wird. Eine einsame Parallelstrasse des Simplon, unbefestigt, wild und völlig menschenleer. Nur wir. Nur die Berge. Nur dieses Gefühl, zum ersten Mal an diesem Trip echten Enduro-Staub zu schmecken. Wir halten an. Schauen uns an. Und wissen: Genau deswegen sind wir hier.
Die Westalpen – wo jeder Kilometer eine Geschichte schreibt
Italien empfängt uns warm, kurvig und herrlich unvollkommen. Unsere Route windet sich zwischen Frankreich und Italien durch die höchsten, rauesten und schönsten Pässe, die Europa zu bieten hat:
Petit Saint Bernard, Mont Cenis, hinein in die Region von Susa. Und dort steht er dann plötzlich vor uns: Der legendäre Colle delle Finestre.
Ein Pass, der sich nicht mit Worten erklären lässt. Nur mit Herzklopfen. Die Schotterpiste zieht sich den Hang hinauf, Kurve um Kurve, immer enger, immer staubiger – und immer beeindruckender. Und als wir weiter der Piste folgen und unserer Hotel erreichen, wissen wir: Das hier ist erst der Anfang.
Zwei Nächte bleiben wir in der Region. In einem Hotel, das genauso gut ein Märchenschloss sein könnte. Hoch im Gebirge, abgelegen, luxuriös, mit Traumhafter Terrasse und atemberaubendem Panorama. Die Westalpen haben Grosses vor mit uns.
Assietta – wo der Horizont keine Grenzen kennt
Die Assietta-Kammstrasse ist kein gewöhnlicher Weg. Sie ist eine Art Pilgerstrecke für Adventure Rider. Schotter, Aussichten, Höhenluft – und dieses Gefühl, zwischen Himmel und Erde zu schweben. Die Motorräder knattern im Rhythmus der Steine unter uns, und immer wieder halten wir an, um einfach nur zu schauen. Zu fühlen. Zu atmen.
In diesen Momenten passiert etwas mit einer Gruppe.
Man lacht, man schweigt, man teilt etwas, das man nicht wirklich erklären kann.
Auf den Spuren der höchsten Alpenpässe
Die Reise führt uns weiter – und mit jedem Kilometer wächst das Gefühl, in einer epischen Geschichte zu fahren.
Col de l’Izoard
Col de l’Iseran
Col de la Bonette
Col de la Lombarde
Grosse Namen. Grosse Strassen. Grosse Emotionen.
Der Bonette, einer der höchsten befahrbaren Punkte Europas, zieht uns mit seiner Mondlandschaft in den Bann. Der Col de la Lombarde begeistert mit engen Kehren und atemberaubenden Aussichten. Und unten in Cuneo wartet unser zweites Basecamp – zwei Nächte, italienische Küche und eine Atmosphäre, die sich wie ein Zuhause anfühlt. Hier erzählen wir unsere Geschichten des Tages, wir lachen, geniessen und spüren, wie wir als Gruppe zusammengewachsen sind.
Der Weg zurück – und doch nach vorn
Am Rückweg wartet ein Höhepunkt, der uns noch lange begleiten wird: der Col Agnel. Ein Pass, der wirkt, als sei er für Postkarten gebaut. Und auf der Passhöhe verläuft die Grenze zwischen Italien und Frankreich – ein Platz, an dem man die Weite des Lebens spürt.
Doch es geht weiter, denn ein Monument der Alpen wartet noch:
Der Col du Galibier. Majestätisch. Anspruchsvoll. Unvergesslich.
Direkt hinter der Passhöhe sitzen wir zusammen beim Mittagessen, die Helme neben uns, die Maschinen draussen in der Sonne – und jeder von uns mit einem Lächeln, das mehr sagt als tausend Wörter.
Die finalen Kilometer führen uns nach Aosta, zu unserem letzten Hotel. Am nächsten Tag rollen wir über den Grossen Sankt Bernhard, über den Col du Lein im Unterwallis und schliesslich über den Furkapass zurück nach Altdorf. Dort endet die Reise. Und gleichzeitig beginnt etwas Neues.
Wir verabschieden uns – wehmütig, glücklich und voller Vorfreude auf das, was kommen wird.
Denn wir wissen:
Das war nicht das Ende.
Das war der Anfang von vielen gemeinsamen Abenteuern.
Fazit: Eine Reise, die bleibt
Diese Woche im Piemont und den Westalpen war mehr als Motorradreisen. Es war Freundschaft. Freiheit. Und das unbeschreibliche Gefühl, am Abend müde und glücklich vom Sattel zu steigen.
Wer einmal dort oben auf den Schotterkämmen steht, der weiss:
Die Westalpen sind kein Ort.
Sie sind ein Gefühl.
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