Sechs Motorradfahrer, Die Gerade Ein Aufregendes Motorradtraining Absolviert Haben, Posieren Selbstbewusst Vor Einem Verlassenen, Mit Graffiti Bedeckten Gebäude Unter Einem Klaren Blauen Himmel.

Nicht ganz sauber auf dem Balkan – eine unvergessliche Reise

Kurvige Strassen, weite Panoramen, das Dröhnen der Motoren und die Kraft der Gruppendynamik und des Zusammenhalts – das perfekte Rezept für ein unvergleichliches Abenteuer. Unsere Motorradtour durch den Balkan war ein echtes Highlight. Wir hatten jede Menge Spass, haben tolle Eindrücke gesammelt und sind zu einem richtig guten Team zusammengewachsen. In diesem Bericht erfahrt ihr, was wir auf dieser atemberaubenden Fahrt durch wilde Berge, malerische Küstenstrassen und charmante Dörfer erlebt haben.

Eine gute Vorbereitung als Basis für eine reibungslose Durchführung

Diese Reise wurde frühzeitig geplant und detailliert vorbereitet. Der Nachtzug von Feldkirch nach Villach musste sehr früh gebucht werden, da das Angebot sehr begrenzt ist. Im Rahmen eines Kennenlernabends bei Risotto und Bier wurden die Bedürfnisse genau abgeklärt und darauf aufbauend die Reiseroute, Zwischenstopps, Hotels, Bademöglichkeiten, Fähren etc. detailliert geplant.

Die gesamte Reise wurde auf einer eigens für diese Reise erstellten Homepage beschrieben. In einem eigens für die Reisegruppe eingerichteten WhatsApp-Chat erhielten die Teilnehmer laufend Informationen und konnten sich so schon vor der Reise austauschen.

Der Aufbruch in ein unvergessliches Abenteuer

Am Donnerstagabend, 4. Juli, treffen wir uns im Raum Zürich und unser Balkan-Abenteuer kann endlich beginnen. Zuerst fahren wir über die Autobahn nach Feldkirch, wo wir um 21 Uhr unsere Motorräder auf den Nachtzug verladen und unsere Schlafkabinen beziehen. So beginnt unser Abenteuer mit dem ersten nicht ganz alltäglichen Erlebnis „Nachtzug Feldkirch-Villach“. Wir hatten viel Spass und nach ein paar Bieren und einiger Zeit wurden wir vom Zugsbegleiter „abgestellt“, dies sei ein Nachtzug und kein Partyzug. Ok! Es war auch höchste Zeit, ins Bett zu gehen!

Der Balkan ruft

Am nächsten Morgen um 6 Uhr kommen wir in Villach an und die Ostsonne scheint bereits in die Schlafkabinen. Nach einer kurzen Orientierungsphase holen wir unsere Motorräder am Terminal ab und das Kurvenabenteuer kann beginnen.

Wir nehmen gleich den Wurzenpass zwischen Österreich und Slowenien unter die Räder und bewegen uns durch malerische Täler und über atemberaubende, befestigte und unbefestigte Strassenpässe durch Slowenien in Richtung Süden. Unterwegs durchqueren wir den Nationalpark Uka, bevor wir am Nachmittag Opatija erreichen.

Dort erwartet uns ein exklusives Hotel direkt am Strand. Schnell parken wir unsere Motorräder, beziehen unsere Zimmer und treffen uns kurz darauf an der Strandbar, um den gelungenen ersten Fahrtag zu feiern und uns im Meer abzukühlen. Nach einem ausgezeichneten Abendessen mit Fischplatten und frischen Salaten geht der erste Tag zufrieden zu Ende.

So geht es jeden Tag weiter und jeden Tag geniessen wir atemberaubende Küsten- oder Passstrassen. Jeden Tag geniessen wir die Annehmlichkeiten, die uns die hervorragenden Hotels in Zadar, Sarajevo oder Mostar nach unserer Ankunft bieten. Wir sind begeistert von der kulturellen und kulinarischen Vielfalt der verschiedenen Städte, die wir besuchen.

Spätestens in Sarajevo sind wir hin und weg, begeistert von der Gastfreundschaft, dem Zusammenleben der unterschiedlichen Menschen, der Kultur, dem Ausgehviertel und der Altstadt. Räumlich eigentlich ganz nah, und doch so fern.

Wenn die Gruppe zusammenhält

Von Sarajevo geht es nach Mostar durch Landschaften und Strassen wie aus dem Bilderbuch. Orte, die das Motorradfahrerherz Freudentränen lachen lassen. Und doch gibt es Strecken, die uns an unsere fahrerischen Grenzen bringen, so dass wir an diesem Tag zwei Zwischenfälle haben, die einige Zeit in Anspruch nehmen.

Beim ersten Zwischenfall stürzte ein Fahrer auf einer Offroad-Passage und verletzte sich leicht im Gesicht. Wir konnten ihn schnell versorgen und seine Koffer wieder am Motorrad befestigen. Hart im Nehmen hat er die restlichen Anstrengungen des Tages mit uns gemeistert. Alle Achtung!

Beim zweiten Zwischenfall am Nachmittag auf einem ca. 40 km langen Schotterpass ging einem Fahrer oben die Kraft aus und nichts ging mehr. Also haben wir ein schattiges Plätzchen gesucht, ihn ausruhen lassen und mit Wasser etc. versorgt. In der Zwischenzeit haben wir ein Auto organisiert, das ihn soweit ins Tal gefahren hat, bis die Strasse wieder asphaltiert war. Danach sind zwei Leute wieder hochgefahren und haben das zurückgelassene Motorrad abgeholt.

Gegen 18 Uhr, bei ca. 40 Grad, nach einem sehr anstrengenden und ereignisreichen Tag, erreichen wir alle unser Hotel in Mostar, müde, aber überwältigt vom Zusammenhalt in der Gruppe und glücklich über diesen Erfolg. Heute schmeckt uns das Stiefelbier doppelt gut!

Der Süden und seine Herausforderungen.

In den nächsten Tagen auf dem Weg nach Durres wird die Hitze ein ständiger Begleiter sein. Schon um 8.30 Uhr sind 30 Grad die Regel. Wir passen die Route etwas an und fahren möglichst in der Höhe, durchqueren den Durmitor Nationalpark, passieren den Shkodra See, nehmen einige Nationalparks in Albanien mit, geniessen das leichte Essen und die atemberaubende Landschaft.

Doch spätestens in Albanien erreicht die Hitze Werte, bei denen Motorradfahren zur Tortour wird. Da haben wir uns entschlossen, bei Temperaturen um die 40 Grad etwas direkter und kürzer, etwas langsamer und im T-Shirt zu fahren. So sind wir in Albanien immer etwas früher in unseren Hotels angekommen und konnten uns bei der grossen Hitze am Nachmittag schon im Pool oder am Meer abkühlen.

Abends geniessen wir in feinen Restaurants das leichte bis deftige, aber immer feine Essen, das die lokale Küche zu bieten hat. Danach lassen wir das südliche Freiheitsgefühl in den verschiedenen Bars auf uns wirken und sind glücklich, Teil des Geschehens zu sein.

Fazit einer unvergesslichen Reise

Unsere Motorradreise durch den Balkan war ein unvergessliches Erlebnis, geprägt von der richtigen Mischung aus Vorbereitung, Flexibilität und starkem Gruppenzusammenhalt. Atemberaubende Landschaften, kurvige Strassen und das Dröhnen der Motoren sorgten für täglichen Fahrspass, doch es waren die unerwarteten Herausforderungen und die gemeinsamen Erlebnisse, die das Abenteuer besonders machten.

Die abwechslungsreichen Strecken und die gegenseitige Unterstützung bei schwierigen Situationen schweissten uns als Team zusammen. Diese Tour war mehr als nur eine Reise – sie war ein Abenteuer, das uns Eindrücke und Geschichten fürs Leben geschenkt hat.

Impressionen der Reise

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